Nahe an Gott - Nahe an den Menschen

Blühende Blumen stehen für einen Neuanfang

Benzweiler -   Die Kirche schön mit Tüchern dekoriert, ein Kreuz in der Mitte und viele Kerzen brennen, dazu eine Untermalung mit eingängigen, einfachen Melodien aus Taizé – so kennt man das über die Pfarrgrenzen bekannte Abendlob in der Kirche in Rayerschied. Doch zurzeit kann es, wegen der Corona-Pandemie nicht an diesem Ort stattfinden, da die Gläubigenanzahl begrenzt ist und der Singkreis Simmern auch nicht singen darf. Jedoch ist es für die Verantwortlichen um Pastor Thomas Schneider aus Rheinböllen kein Grund diese etwas anders als gewohnte Gottesdienstform nicht anzubieten und so verlegte man das Abendlob kurzerhand auf den Sportplatz in Benzweiler. (Hier weiterlesen)

Martina Plenz-Günster aus Rheinböllen

Großes Engagement für geflüchtete Menschen

Seit 2015 hilft Martina Plenz-Günster aus Rheinböllen geflüchteten Menschen, in Deutschland Fuß zu fassen. Sie füllt Formulare aus, organisiert und koordiniert.

Inspiration gestaltet ökumenischen Gottesdienst

Simmern:         Unsere Musikband "Inspiration" ist auch in der Corona-Pandemie aktiv. So gestaltete sie den ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag, ausgerichtet von der Evangelischen Kirchengemeinde Simmern und der katholischen Pfarrei St. Josef am Simmersee bei Simmern mit. Die Fotos wurden aufgenommen und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt von Hartmut Kauer aus Heinzenbach.

Kirmeshochamt unter freiem Himmel

Erbach:   An Pfingsten feiern viele Kirchen ihr Kirchweihfest (Kirmes), so auch die Gemeinde in Erbach. Da aber unter der derzeitigen Corona-Pandemie die Kirche in Erbach zu klein ist und damit nur wenigen Gläubigen Platz bietet finden zur Zeit die Gottesdienste in der Volkenbachhalle statt. Und bei gutem Wetter ist es sogar möglich unter dem freien Himmelszelt die Heilige Messe zu feiern, so auch am Pfingstmontag am Johannisberg in dieser kleinen Hunsrück-Gemeinde. Wir freuen uns mit den Erbachern darüber, so auch ein kleines Stück Normalität und Dorfgemeinschaft erlebbar zu machen und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder gemeinsam richtig Kirmes feiern können.

Liebe Schwestern und Brüder!

Bei den Römern gab es panem et circensis – Brot und Spiele. Wer das Brot hatte, hatte die Macht. Und wenn er noch die grausame Belustigung von blutrünstigen Gladiatorenkämpfen dazugab, konnte er das Volk bei Laune halten.

Jesus handelt anders. Er serviert kein Spektakel. Er gibt sich selbst. Er tut es im Stillen. Er tut es im Kreis der Freunde. Er tut es mit Zeichen, die das Leben und die Freude ausdrücken. Er tut es mit Brot und Wein. In diese Gaben wird am Abend vor seinem Tod sein ganzes Leben und Wir-ken hineingesammelt. Sein Leben, seine Worte, seine Taten, sein Kreuz und seine Auferstehung. Das ist die Revolution der Liebe auf dem Abendmahlstisch. Das ist kein Theater, das sind nicht Brot und Spiele. Es ist die Geste der Hingabe, die er wenige Stunden später am Kreuz einlösen wird. Gott selbst bietet sich uns Menschen an. Christus lässt sich an Menschen verteilen. „Nehmt und esst und tut es zu meinem Gedächtnis.“ Er verschenkt sich an uns. Er gibt sich uns. Er will uns verwandeln.

Ja, es geht dabei um uns. Gott spielt aber kein Theater, denn er bleibt bei uns. Er bleibt bei uns im Zeichen des Brotes, des wohl bescheidensten Zeichens der Hingabe. Und wenn wir in diesem Jahr – wegen der Pandemie – nicht mit der Monstranz durch die Straßen ziehen, so bekennen wir trotzdem, dass diese Welt nicht durch Macht und Gewalt gerettet wird, sondern durch die Liebe. Wir brauchen dabei keine Bange vor unseren Fehlern und Schwächen zu haben. Um die weiß auch Gott. Und doch gibt er seinen Sohn in unsere Hände. Letztlich sind wir selbst eingeladen, Brot zu werden, uns zu verschenken. Letztlich sind wir selbst eingeladen, Monstranz zu werden und damit Gott anzuzeigen.

In einem Gebet heißt es: „Christus hat keine Hände, nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun. Er hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen. Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen. Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen.“

Gesegnete Zeit wünscht

Thomas Schneider, Pfarrer