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  • Neue Gemeinde sucht noch ihren Namen

     

    Pfarrei Simmern-Rheinböllen entsteht zum 01. Januar 2023

    Biebern          Nahezu einstimmig, bei nur einer Stimmenthaltung beschlossen die Pfarreienräte der Pfarreiengemeinschaften Simmern und Rheinböllen, dass zum 01. Januar nächsten Jahres, die Pfarreien Simmern, Ravengiersburg und Biebern (Pfarreiengemeinschaft Simmern) zusammen mit den Pfarreien Rheinböllen, Rayerschied und Schnorbach (Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen) eine große neue Pfarrei bilden werden. Zu dieser neuen Gemeinde werden dann mehr als 8000 Katholiken aus über 40 Gemeinden angehören, die damit fast deckungsgleich mit der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen sein wird. Offen ist noch unter welchem Patrozinium (Heiligen) die neue Pfarrei stehen wird, fest steht lediglich die örtliche Regionalbezeichnung Pfarrei Simmern-Rheinböllen.

    In einer gemeinsamen Sitzung im Pfarrheim Biebern fassten die Pfarreienräte unter dem Vorsitz von Birgit Bai (Simmern) und Markus Koch (Rheinböllen) die Beschlüsse zur Pfarreifusion. Kontrovers wurde darüber diskutiert, ob es zu Beginn der Neugründung der Pfarrei Neuwahlen der Gremien geben soll, oder ob die Pfarreienräte der beiden Pfarreiengemeinschaften Simmern und Rheinböllen dann einen gemeinsamen großen Pfarrgemeinderat bilden wollen. Sowohl die Simmerner als auch die Rheinböllner votierten für die zweite Variante ohne Neuwahlen: „ Wir wollen zügig mit der gemeinsamen Arbeit beginnen und wir wollen schnell zu Beginn des nächsten Jahres auch unseren Verwaltungsrat wählen, damit die Pfarrei schnell auch handlungsfähig sein wird“, erläuterte die Pfarreienratsvorsitzende der Pfarreiengemeinschaft Simmern Birgit Bai die Beweggründe.  Die offizielle Gründung der neuen Pfarrei soll am Sonntag, 15. Januar 2023 in Simmern gefeiert werden, in diesem Jahr werden aber auch noch Veranstaltungen zum Abschied der sechs kleinen „Altpfarreien“ vor Ort durchgeführt: „ Die meisten Pfarreien existieren in der Form seit 1706, dem Jahr der Kauber Kirchenteilung, teils sind sie sogar noch älter. So ist diese Fusion auch ein historisches Ereignis, deshalb wollen wir unseren Gemeinden vor Ort auch eine würdige Feier des Abschiedes ermöglichen“, so Markus Koch vom Pfarreienrat Rheinböllen.  Mit insgesamt zwei Priestern, zwei Diakonen und zwei Gemeindereferentinnen wird die neue Pfarrei auch in personeller Hinsicht gut aufgestellt sein: „In Zukunft wird aber noch mehr als heute ehrenamtliches Engagement benötigt. Wir wollen überall dort wo es möglich ist, kleine lokale Teams einrichten um der Kirche vor Ort ein Gesicht zu geben“, so Pfarrer Lutz Schultz aus Simmern. In Rayerschied und Schnorbach wurde bereits ein solches lokale Team ins Leben gerufen, in Liebshausen ist es in der Planung. In den Orten Biebern und Rheinböllen werden die noch amtierenden Pfarrgemeinderäte diese Aufgabe übernehmen.

    Eine Beschlussfassung steht aber noch aus und zwar unter welchem Heiligen die neue Pfarrei firmieren wird, diese Entscheidung soll am 31. August 2022 getroffen werden. In einem Besinnungstag auf der Ebernburg bei Bad Münster am Stein wurde schon eine Vorauswahl getroffen, die in den nächsten Wochen mit den Pfarrmitgliedern und Gruppierungen ausgiebig diskutiert werden soll. Dabei soll das Leben der potentiellen Pfarrpatrone auch für die Ausrichtung der neuen Pfarrei Simmern-Rheinböllen stehen.

    So warb Myriam Hensel aus Simmern für Klara und Franz von Assisi: „Die beiden sind herausragende Heilige, die sich bis heute über die Grenzen der Konfessionen und Religionen einer ungeteilten Beliebtheit erfreuen. In der konsequenten Christusnachfolge und ihrer Hinwendung zu den Armen, Kranken und den Randgruppen der Gesellschaft eröffneten sie neue Wege, das Evangelium konkret zu leben.  Außerdem stehen die beiden für die Bewahrung der Schöpfung und das Bemühen um Frieden in der Welt."

    Diakon Harald Braun sprach sich für ein Doppelpatrozinium aus und zwar für Priska und Aquila, zwei Personen die in den Anfängen des Christentums in Korinth lebten. Dort leiteten sie eine kleine Hausgemeinde, waren missionarisch tätig und gründeten weitere Gemeinden unter anderem in Ephesus: „Als Ehepaar könnten sie uns Vorbilder sein, denn für unsere neue Pfarrei wird es wichtig werden, dass an vielen Orten „Hausgemeinden“ entstehen – „Orte von Kirche“, die christliches Engagement und Gemeinschaft ermöglichen“, warb Braun für seinen Vorschlag.

    Einen weiteren Vorschlag, unterbreitete Bettina Klöckner aus Fronhofen mit der Heiligen Lydia von Philippi, ebenfalls ein Person aus den Anfängen des Christentums, die zunächst Sklavin, sich hochgearbeitet hat zur selbstständigen Purpurhändlerin. In Philippi fungierte sie als Gemeindeleiterin und war auch die erste Europäerin, die getauft wurde: „ Mit dieser Person verbinde ich, dass die katholische Kirche in Zukunft uns Frauen auch mehr Rechte und Gestaltungsmöglichkeiten geben muss. Da es in Deutschland nur evangelische Lydia-Gemeinden gibt, aber keine katholische Pfarrei ein Lydia-Patrozinium hat, wäre dies nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern auch ein tolles Signal für die Ökumene“, so Klöckner, die die alte Pfarrei Biebern im Pfarreienrat Simmern vertritt.

    Mit Jesus, dem guten Hirten, brachte Anita Breuer aus Ravengiersburg  ein weiteren Namen in die Diskussion: „Der gute Hirte ist einer ältesten und verbreitetsten Bezeichnungen für Jesus Christus, Und dieser Jesus Christus, als guter Hirt, sucht auch die verlorenen Schafe auf. Mit dieser Wahl setzen wir einen besonderen Akzent auf die Verkündigung des Glaubens und auch einen diakonischen Ansatz, dass wir als Gemeinde raus zu den Menschen gehen, von denen viele keinen Bezug mehr zur Kirche haben“.

    „Wir haben vier interessante Vorschläge in der Diskussion, gerne können aber noch weitere Vorschläge aus der Gemeinde eingereicht werden“, so Gemeindereferentin Daria Thoi. Ihre Kollegin Christina Bender aus Simmern fügte hinzu: „Wir werden bei dieser Entscheidung auch das Meinungsbild der Gemeinde berücksichtigen. Deshalb werden wir Möglichkeiten der  Diskussion und Beteiligung insbesondere auch nach den Gottesdiensten, in Veranstaltungen und Gruppierungen, ermöglichen. Wir freuen uns aber auch für jeden anderen Beitrag sei es per E-Mail, Telefonanruf oder auf unserer gemeinsamen Facebook-Seite Pfarrei Simmern-Rheinböllen.“

    Nachtrag: Inzwischen liegen weitere Beschlüsse verschiedenster Gremien vor. Für die Fusion haben sich ausgesprochen

    • Verbandsvertretung des KIrchengemeindeverbandes Rheinböllen
    • Pfarrgemeinderat Rheinböllen
    • Verwaltungsrat Rheinböllen
    • Verwaltungsrat Rayerschied
    • Stellungnahme Bernhard Gohres als Verwalter für die Kirchengemeinde Schnorbach
    • Stellungnahme Pfarrer Thomas Schneider

    Die Voten gehen nun nach Trier. Dort werden Sie im Priesterrat besprochen, ehe dann Bischof Dr. Stephan Ackermann seine Stellungnahme hierzu abgibt. 

  • Pfarreifusion

    Anhörungsverfahren eröffnet

    Der Weg der Pfarreiengemeinschaften Simmern und Rheinböllen zueinander geht weiter:

    • Die Seelsorgeteams haben ihre Zusammenarbeit schon begonnen.
    • Inzwischen wurde das Anhörungsverfahren durch den Bischof eröffnet. Bis spätestens 12. August müssen die Gremien unserer beiden Pfarreiengemeinschaften die entsprechenden Beschlüsse fassen, damit wir zum 1. Januar 2023 eine gemeinsame Pfarrei bilden können. Daher wird jetzt ein Zeitplan erstellt, damit der weitere Weg fristgerecht fortgesetzt werden kann.
    • Die Pfarreienräte treffen sich zu den nächsten Beratungen und die Räte zu einem Besinnungstag, auf dem wir nach unserer geistlichen Ausrichtung suchen.
    • Danach beginnt die Suche nach einem neuen Patrozinium der fusionierten Pfarrei. (Die Kirchen und Kapellen behalten ihre Patrozinien). Vorschläge hierzu nehmen unsere Seelsorger und auch unsere Ratsmitglieder gerne entgegen.
    • Die Pfarrbüros bereiten sich auf ein vernetztes Büro mit zwei Standorten vor.
    • Im November soll der erste gemeinsame Pfarrbrief erscheinen.

    Natürlich können und sollen Sie den Fusionsprozess auch weiterhin, auch kritisch, begleiten. Das pastorale Team, aber auch die Räte stehen Ihnen hierzu gerne zu Gesprächen zur Verfügung. 

  • Gläubige durch Gemeindeversammlungen informiert

    Simmern und Rheinböllen wollen zum 01. Januar 2023 fusionieren

    Argenthal        Die Pfarreiengemeinschaft Simmern, bestehend aus den Pfarreien Ravengiersburg, Biebern und Simmern wollen mit der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen, mit den Pfarreien Rheinböllen, Rayerschied und Schnorbach besteht, zum 01. Januar 2023 fusionieren. Hierzu wurde in insgesamt acht Orten durch Gemeindeversammlungen informiert, so auch in Argenthal. Hier informierte Pfarrer Thomas Schneider, Gemeindereferentin Daria Thoi und der Pfarreienratsvorsitzende Markus Koch über den derzeitigen Stand der geplanten Fusion.

    Zu Beginn klärte Pfarrer Thomas Schneider über die Hintergründe der geplanten Fusion auf. Durch die Bistumssynode und den Auftrag des Bischofs, sollen statt der bisher sehr kleinen Pfarreien, weite pastorale Räume entstehen und deshalb im Rahmen bestehender Pfarreiengemeinschaften oder auch darüber hinaus die bestehenden Pfarreien zu einer gemeinsamen Pfarrei fusionieren. Die so entstehende Pfarrei Simmern-Rheinböllen wäre fast deckungsgleich mit der ebenfalls vor einiger Zeit fusionierten Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen. Zudem gibt es schon seit vielen Jahren Kooperationen beider Pfarreiengemeinschaften, so zum Beispiel in der Organisation einer gemeinsamen Kinderfreizeit, der Unterstützung des Abendlobes in Rayerschied durch den Singkreis Simmern, oder der bekannten Jugendband „Inspiration“, die aus Bandmitgliedern beider Pfarreiengemeinschaften besteht. 

    Im Pfarreienrat Simmern kam es daher zu Überlegungen, ob es nicht besser wäre, mit der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen direkt zu einer etwas größeren Einheit zu fusionieren. Beide Pfarreiengemeinschaften gehören jetzt schon zu den kleinsten im Bistum, auch gibt es jetzt schon Probleme für die Räte Frauen und Männer zu finden, die bereit sind mitzuarbeiten. Eine Fusion, in der Größenordnung wurde als sinnvoll und nachhaltiger angesehen, damit man nicht schon in wenigen Jahren Kraft in eine weitere Fusion einbringen müsste.

    Es fanden bereits einige gemeinsame Sitzungen der Pfarreienräte und Verbandsvertretungen beider Pfarreiengemeinschaften statt. Und auch in einer Klausurtagung auf der Ebernburg bei Bad Kreuznach wurde das geplante Zusammengehen besprochen. Inzwischen zeichnet sich eine große Zustimmung zur geplanten Fusion ab. Daher haben die beiden Pfarrer Lutz Schulz (Simmern) und Thomas Schneider inzwischen beim Bischof die Eröffnung des Anhörungsverfahrens beantragt. Hierzu werden neben dem Priesterrat des Bistums Trier auch die beteiligten Räte beider Pfarreiengemeinschaften gehört. In den Räten wird dann entschieden, ob man der geplanten Fusion zustimmt, erst danach geht man in die Phase der Vorbereitung zur Bildung einer neuen Pfarrei. Zu dieser gehören zum Beispiel die Erstellung einer Gottesdienstordnung, welchen Namen die fusionierte Pfarrei haben soll, welche Kirche zur Pfarrkirche erhoben wird und das Patronat der künftigen Pfarrei.

    Pfarrer Schneider informierte in der Gemeindeversammlung auch über die finanzielle Situation in den einzelnen Kirchengemeinden. Alle beteiligten Pfarreien haben zur Zeit eine ähnliche Situation, keine ist überschuldet. Zweckgebundenes Vermögen bleibt zweckgebunden, dies gilt auch bei Spenden.

    Der Pfarreienratsvorsitzende Markus Koch stellte dann die Idee der Bildung von Gemeindeteams vor. Um die Kirche im Dorf zu erhalten, sollen solche Teams als Unterbau zu den bestehenden Räten gebildet werden, die das Leben vor Ort aufrechterhalten, fördern und weiterentwickeln sollen. Die Mitarbeit in solchen Teams ist zeitlich flexibel, sowohl eine Mitwirkung bei Projekten über einen kurzen Zeitraum, als auch längerfristig ist möglich. Es bietet sich hierbei auch die Chance, dass Menschen, die nicht so eng mit der Kirche verbunden sind, mitarbeiten können. Markus Koch stellt aber auch klar: „Damit Kirche vor Ort erhalten werden kann, ist die Bildung solcher Teams unerlässlich. Wo sich keine Menschen zur Mitarbeitfinden lassen, können auch mittelfristig keine Gottesdienste mehr gefeiert werden.“ Auch auf der Ebene der Verwaltung können sich solche Teams bilden, die von Hausmeistertätigkeiten bis hin zur Bauaufsicht bei Renovierungen den Verwaltungsrat unterstützen können. Diese Teams werden durch Hauptamtliche unterstützt.

    Der weitere Zeitplan zur Gründung der Pfarrei sieht vor, dass das Patrozinium, d.h. unter welchem Heiligen die künftige Pfarrei gestellt werden soll, bestimmt werden soll. Hier ist vorgesehen, dass kein Patrozinium von bestehenden Kirchen verwendet werden soll, um auch zu dokumentieren, dass was Neues entsteht und die beabsichtigte Fusion keine Übernahme ist. Die bisher bestehenden Kirchen und Kapellen behalten aber ihren Namen.

    Auch ist die Pfarrkirche zu benennen, die nicht zwingend die beiden großen Kirchen der Städte Simmern und Rheinböllen sein muss. Hier erhoffen sich die Verantwortlichen beider Pfarreiengemeinschaften auch Vorschläge von der Basis.

    Zum Abschluss der Gemeindeversammlungen zogen die Verantwortlichen ein gemischtes Resümee: „Wir hatten gehofft, dass doch mehr Mitglieder sich über die beabsichtigte Fusion informieren würden, dass gibt uns zu denken, wie es um den Zustand der Pfarreien bestellt ist. Wollen wir nur Konsumenten sein, die zufrieden ist, wenn bei uns Messe gefeiert wird, oder wollen wir Botschafter sein, nicht nur die Hauptamtlichen, sondern alle die getauft und gefirmt sind. Dies ist eine Frage, die wir alle uns stellen müssen“, so Pfarrer Lutz Schulz.

    Der Pfarreienratsvorsitzende Markus Koch betont: „Wir machen seit Jahren die Erfahrung, dass Pfarrei- und Pfarreiengemeinschaftsgrenzen bei den Menschen gar keine so große Rolle spielt. Ich sehe aber trotzdem noch großes und vielfältiges Engagement, auch in unseren Dörfern. Wenn wir dies noch besser unterstützen könnten und auch den Glauben vor Ort weiterentwickeln, dann hat auch Kirche im Dorf eine Zukunft.“

    Anregungen, Wünsche und Fragen auch kritische sind jederzeit ausdrücklich erwünscht. Die Kontaktdaten der Seelsorgeteams und der Räte erfahren Sie über die Homepages der Pfarreiengemeinschaften www.pg-simmern.de oder www.pfarreiengemeinschaft-rheinboellen.de

  • Pfarreifusion

    Mit Schreiben vom 19.04.2022 haben sowohl Dechant Lutz Schulz (PG Simmern) als auch Pfarrer Thomas Schneider den Anhörungsantrag bezüglich der Bildung einer gemeinsamen zukünftigen Pfarrei Simmern-Rheinböllen beim Bischof gestellt.

    Danach werden die verschiedensten Gremien, die Pfarrer, aber auch der Priesterrat des Bistums hinsichtlich der geplanten Fusion angehört. Erst danach wird die Entscheidung durch den Bischof getroffen, ob die gemeinsame Pfarrei am 01.01.2023 errichtet werden kann.

    Natürlich können Sie den Fusionsprozess auch weiterhin, auch kritisch, begleiten. Das pastorale Team, aber auch die Räte stehen Ihnen hierzu gerne zur Verfügung. 

  • Anhörung gestartet – Bewerbung möglich

    Pfarreienreform im Bistum Trier geht in die nächste Runde

    Trier – Die Pfarreienreform im Bistum Trier geht in die nächste Runde: Bischof Dr. Stephan Ackermann wird zum 1. Januar 2023 weitere 20 Pastorale Räume errichten und hat dazu die beteiligten Gremien und Organe um ihre Stellungnahme („Anhörung“) gebeten. Die entsprechenden Unterlagen sind jetzt zugestellt worden.

    Die Pastoralen Räumen richten sich am bereits erlassenen Statut (siehe https://www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/Statut_Pastorale_Raeume_final.pdf) aus. Zur Aufhebung der entsprechenden Dekanate werden die Dechanten (Leiter der Dekanate), Dekanatskonferenzen und Dekanatsräte angehört. Die Regelungen für die mit den Pastoralen Räumen verbundenen Kirchengemeindeverbände (KGV PastR) sind im Kirchenvermögensverwaltungsgesetz (KVVG) abgebildet (www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/Info_Veraenderungen_KVVG.pdf). Hierzu hört der Bischof die Verwaltungsräte bzw. Kirchengemeinderäte der Kirchengemeinden an, die sich in einem neuen KGV auf der Ebene des Pastoralen Raums zusammenschließen sollen.

    Zum 1. Januar 2023 sollen die Pastoralen Räume Andernach, Bad Kreuznach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bitburg, Boppard, Cochem-Zell, Daun, Dillingen, Kaisersesch, Lebach, Merzig, Neuerburg, Neunkirchen, Prüm, Saarburg, Saarlouis, Simmern, Sinzig, St. Wendel und Tholey errichtet werden. Die Gremien können ihre Rückmeldungen bis zum 30.06.2022 geben.

    Parallel zur Anhörung können sich Interessierte noch bis Ende April für die Leitung der weiteren 20 Pastoralen Räume bewerben  Die Pastoralen Räume werden von multiprofessionellen Teams geführt. Das Anforderungsprofil finden Sie auf der Seite der PG Simmern

    Alle Informationen rund um die Pastoralen Räume im Bistum Trier sind unter https://www.bistum-trier.de/pfarreien-einrichtungen/pastorale-raeume/ zu finden.

  • Klausur der Räte Simmern & Rheinböllen

    Die Pfarreienräte und Verbandsvertretungen der beiden Pfarreiengemeinschaften Simmern und Rheinböllen waren zu einem Wochenende am 5./6. März auf der Ebernburg in Bad Münster am Stein, um über den Weg zur Fusion 2023 zu beraten. Die Ratsmitglieder haben sich kennengelernt und unter der Leitung von Anna Werle und Günther Greb die Fusion von den verschiedensten Seiten her angeschaut:

    • Wo stehen wir?
    • Welche „Schätze“ bringen wir mit? (Gruppen und Initiativen, Kirchen und Gebäude, spirituelle Orte, Finanzen)
    • Welche Schritte sind wir schon gegangen?
    • Worin erkenn wir unsere Berufung?
    • Welchen Traum haben wir für die neue Pfarrei?
    • Wie kommen wir zu einem neuen Patrozinium?
    • Was ist uns wichtig für eine künftige Gottesdienstordnung?

    Einen wichtigen Platz hatten auch das Gebet und die Feier der Heiligen Messe. Es war eine große Offenheit, gegenseitiges Wohlwollen und Wertschätzung spürbar. Bei allem Unbekannten sehen die Räte die Chance, die in einem Zusammengehen liegt. Schon beschlossen wurden der regionale Name „Pfarrei / Kirchengemeinde Simmern-Rheinböllen“ und der erste gemeinsame Pfarrbrief im November.

    Die nächsten Schritte sind die Gemeindeversammlungen, in denen die Gläubigen informiert und um ihre Meinung gefragt werden. Danach werden die Pfarrer beim Bischof die Eröffnung des Anhörungsverfahrens beantragen. In der Anhörung werden alle Räte der Pfarreien, des Dekanats und der Dechant ihr Votum abgeben, bevor der Bischof nach Anhörung des Priesterrats die Entscheidung über die Fusion treffen wird.

  • Bildung von Lokalen Teams

    Zur Zeit bildet sich der neugewählte Pfarrgemeinderat Rheinböllen. Von dort aus werden auch die Delegierten für den Pfarreienrat der Pfarreiengemeinschaft entsendet. Zusammen mit den direkt gewählten Mitgliedern der Pfarrei Rayerschied wird sich der neue Pfarreienrat konstituieren, der dann das Leben auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaft mitgestaltet.

    Doch wie soll das kirchliche Leben vor Ort in unseren Dörfern gestaltet werden. Unser nächster Schritt ist, dass wir auch in den kleinen Orten lokale Teams bilden wollen. Was ist das genau, werden sie sich fragen?

    Wie der Name sagt, sind die Lokalen Teams für das kirchliche Leben lokal vor Ort zuständig. Es sind Leute, denen es wichtig ist, dass die Kirche vor Ort eine Zukunft hat. Dabei sind nicht wie ein Pfarrgemeinderat gebunden an eine Ordnung. Sie müssen nicht gewählt werden, sie haben keine Amtszeit oder sonstige vorgegebene Pflichten. Sie können sich frei zusammenfinden und selbst entscheiden, wofür sie sich einsetzen wollen, weil es ihnen wichtig ist und Freude bereitet (ihnen selbst und anderen). Die Bistumssynode hat gesagt, dass künftig Charismen wichtiger sein sollen als Aufgaben. (Perspektivwechsel 2) Charismen sind Begabungen, die wir von Gott bekommen haben und die dem Aufbau der Gemeinde dienen. Deswegen werden wir künftig weniger fragen: Was MÜSSEN wir machen? Sondern: Wo sind unsere Begabungen? An welcher Glaubens- und Kirchenerfahrung haben wir Freude und wollen deshalb daran mitarbeiten?

    Gerade weil sie sich nicht mit Ordnungen und Strukturen beschäftigen müssen, können sie für Aufbruch und frischen Wind stehen.

    Beim gemeinsamen Studienwochenende wollen wir uns daher auch mit der Bildung dieser lokalen Teams beschäftigen und bei den geplanten Gemeindeversammlungen im März/April 2022 werden wir Ihnen da auch noch sicherlich mehr dazu erzählen können.

    Links im Bild finden Sie hierzu auch eine Broschüre mit näheren Informationen.  

    Haben wir ihr Interesse geweckt? Könnten Sie sich das für ihren Ort vorstellen und wollen in so einem Team mitarbeiten? Dann melden sich beim Seelsorgeteam oder bei einem Ansprechpartner ihres Vertrauens aus den Räten. Wir unterstützen sie gerne dabei!

  • Aus Sechs soll Eins werden

    Rheinböllen   Bis spätestens zum 01.01.2026 sollen die bisher 863 Pfarreien im Bistum Trier vorzugsweise in den bestehenden 172 Pfarreiengemeinschaften zu Pfarreien fusionieren. Doch sind diese Pfarreiengemeinschaften nicht gleich groß, in einigen von Ihnen arbeiten über 10 Pfarreien zusammen. Die bisherigen Pfarreiengemeinschaften Simmern (Pfarreien Simmern, Ravengiersburg und Biebern) und Rheinböllen (Pfarreien Rheinböllen, Rayerschied und Schnorbach) gehören jedoch zu den kleinsten im Bistum. Grund für die Verantwortlichen aus Simmern und Rheinböllen zu überprüfen ob es nicht besser wäre, direkt einen Zusammenschluss beider Pfarreiengemeinschaften anzugehen, um damit für die Zukunft besser aufgestellt zu sein.

    So wurden in den vergangenen Monaten intensive Gespräche über die geplante Pfarreienreform des Bistums Trier in den Gremien beider Pfarreiengemeinschaften geführt. Einig sind sich die Verantwortlichen, dass es schon bisher einen guten, fairen und  freundlichen Umgang innerhalb der Mitglieder der Räte untereinander gab und auch schon vieles gemeinsam angegangen wurde: „Vieles wäre auch jetzt schon nicht möglich gewesen, wie zum Beispiel die Messdienerausflüge oder der Dreikönigskaffee, wenn jede Pfarrei für sich gearbeitet hätte. In den Augen vieler Menschen sind wir schon längst zu einer Pfarrei zusammengewachsen“, so der Pfarreienratsvorsitzende der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen Markus Koch. Befürchtet wird jedoch, wenn man nur innerhalb der Pfarreiengemeinschaft fusionieren würde, dass man zum Beispiel bei künftigen Besetzungen von Hauptamtlichen in der Pastoral, lange Vakanzen überbrücken müsste: „Schon jetzt sind über 40 Pfarreiengemeinschaften im Bistum nicht mit einem Pfarrer besetzt. Den Effekt des Priestermangels, den wir auch in anderen Berufsgruppen wie der der Gemeindereferent*innen feststellen können, wird sich in Zukunft noch verstärken“, so der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Simmern Lutz Schultz. Aber auch andere Probleme wie die immer schwächer werdende Glaubens- und Kirchenbindung der Menschen oder auch die steigende Anzahl von Kirchenaustritten bereiten den Verantwortlichen Kopfzerbrechen: „Schon jetzt kommen wir an unsere Grenzen um auch unsere Räte zu besetzen. Bei der diesjährigen Wahl stellten sich in einigen Pfarreien gerade einmal so viel Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung wie auch Plätze zu besetzen war. In der Pfarrei Schnorbach fiel sogar die Wahl zum Kirchengemeinderat aus“, so Pfarrer Thomas Schneider. Dies führte zu den Überlegungen direkt eine größere Fusion analog zur Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen anzudenken und damit für die Zukunft gut gerüstet zu sein: „Die Strukturdebatten in den vergangenen Jahren über die Bildung von Großpfarreien haben dazu geführt, dass die Herausforderungen für die Zukunft nicht angegangen und so notwendige Aufbrüche überhaupt nicht entstehen konnten. Jetzt den Fehler zu machen zunächst nur die bestehenden Pfarreiengemeinschaften zu fusionieren würde dazu führen, dass man schon in wenigen Jahren wieder vor einer weiteren Fusion stehen würde und damit dass wir uns wieder nur intensiv mit uns selbst beschäftigen würden“, so der Pfarreienratsvorsitzende der Pfarreiengemeinschaft Simmern Eberhard Noll.

    Schon im September haben erste Gespräche miteinander mit den Seelsorgeteams und den Ratsvorsitzenden beider Pfarreiengemeinschaften stattgefunden. Und auch die beiden Pfarreienräte haben sich schon zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. Hier wurde auch deutlich, dass es schon längst eine intensive Zusammenarbeit zwischen beiden Pfarreiengemeinschaften gibt. So wird die jährliche Kinderfreizeit von Simmernern und Rheinböllnern organisiert, in der Musikband Inspiration sind Pfarrangehörige beider Orte vertreten. Auch das Abendlob in der Pfarrei Rayerschied wird vom Singkreis Simmern musikalisch unterstützt. Verbindungen, die auch Bruder Johannes Krüger vom Pfarreienrat Rheinböllen bei seinen Angeboten bemerkt: „Bei der Kreuzwegwanderung und auch beim diesjährigen Gemeindeausflug nach Burgund, nahmen Pfarrangehörige aus Simmern teil“ Und auch die sonntäglichen Gottesdienste werden von Gläubigen der jeweils anderen Pfarreiengemeinschaft besucht.

    In der gemeinsamen Sitzung wurden schon viele Ideen angesprochen. Man könnte unterschiedliche Schwerpunkte an verschiedenen Orten setzen zum Beispiel in der Familienpastoral um damit auch Menschen, die nicht zur Kerngemeinde gehören zu erreichen. In einem größeren Verbund können in vielen Teilbereichen Menschen, je nach Interesse und Begabungen, zusammenarbeiten und damit Synergieeffekte erzielt werden, wozu eine kleine Pfarreiengemeinschaft nicht in der Lage ist. Daher soll an einer Profilierung der einzelnen Orte gearbeitet werden.

    Natürlich kam auch die Sorge um den Erhalt der Dorfkirchen zum Ausdruck: „Ich kann Nachts nicht mehr schlafen, weil ich nicht weiß, wie ich den Erhalt der Kirchen in Rayerschied und Pleizenhausen finanzieren soll“, so der Verwaltungsratsvorsitzende der Pfarrei Rayerschied Heinz Haunert. Hierüber waren sich die Teilnehmer einig, dass das Problem der immer weniger werdenden finanziellen Mittel und des Kostendruckes nicht durch Pfarrfusionen entsteht, aber in Zusammenarbeit mit anderen zum Beispiel durch Fundraisingprojekte besser angegangen werden könnte.

    Bei dieser Sitzung wurde auch die weitere Vorgehensweise festgelegt. So treffen sich die Mitglieder beider Kirchengemeindeverbände im November um die Fragen von Verwaltung und Finanzen gemeinsam anzugehen. Bis spätestens Januar 2022 sollen die neugewählten Räte sich konstituieren. Im Februar ist ein gemeinsames Studienwochenende der Räte geplant, wo viele Detailfragen angegangen werden sollen aber auch mit dem Ziel, dass sich die Ratsmitglieder besser kennenlernen. In den Monaten Februar bis April sollen dann Gemeindeversammlungen vor Ort durchgeführt werden: „Wir wollen die Menschen mitnehmen und auch ihre Ängste und Sorgen in unsere Überlegungen mit einbeziehen“, so Pfarrer Lutz Schultz. Im Mai 2022, die Zustimmung aller Räte vorausgesetzt, soll das Anhörungsverfahrung beim Bistum starten, so dass die gemeinsame Pfarrei zum 1. Januar 2023 gebildet werden könnte. „Uns ist bewusst, dass wir ein strammes Programm im nächsten Jahr vor uns haben, aber wir können die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft nur dann erfolgreich angehen, wenn wir die Strukturfragen zügig gelöst haben“, betont der Pfarreienratsvorsitzende der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen Markus Koch.

    Mehr zu den Fusionsvorbereitungen erfahren Sie auch unter den beiden Internetseiten der Pfarreiengemeinschaften.

    Pfarreiengemeinschaft Simmern:     www.pg-simmern.de

    Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen  www.pfarreiengemeinschaft-rheinboellen.de