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  • Vorwort

    Die Pfarreien im Bistum Trier sollen bis Ende 2025 auf Ebene der jetzigen Pfarreiengemeinschaften (oder darüber hinaus) fusionieren. Gleichzeitig sollen auch die Kirchengemeinden fusionieren. Darüber hinaus soll statt des bisherigen Dekanats ein Pastoraler Raum mit erweiterten Befugnissen gegründet werden, der auch die Funktion des künftigen Kirchengemeindeverbands erfüllen soll.

    Zur Zeit laufen Gespräche sowohl innerhalb der drei Pfarreien Rheinböllen, Rayerschied und Schnorbach zur Bildung einer gemeinsamen Pfarrei Rheinböllen, als auch mit der Pfarreiengemeinschaft Simmern mit den Pfarreien Simmern, Biebern und Ravengiersburg zu einer Bildung einer dann größeren Pfarrei Simmern-Rheinböllen.

  • Warum sollen wir fusionieren?

    Wir alle wissen, dass sich die Volkskirche als vornehmlich priesterliche und hauptamtlich versorgte und geführte Kirche auflöst. So können viele Pfarreien gar nicht mehr mit einem Priester besetzt werden und auch in den anderen Berufsgruppen wie Pastoral- oder Gemeindereferenten sieht es nicht besser aus.

    Auch die finanzielle Mittel sind rückläufig und eine kleinteilige Verwaltungs- und Gremienstruktur, mit Verwaltungsräten und Pfarrgemeinderäten in jeder einzelnen Pfarrei ist vielerorts kaum noch zu besetzten und zu bewältigen. Viele Ehrenamtliche reiben sich an dem Anspruch auf, möglichst auf allen Ebenen Angebote zu setzen und allen alles sein zu müssen.

    Wie kann die Zukunft also aussehen?

    Nicht mehr Strukturen und Gremien geben an allen Orten die Richtung vor sondern die konkreten Frauen und Männer, die ihre Themen und ihr Engagement einbringen, für den Ort und die Gemeinde.

    • Der Glaube der Zukunft lebt von den vielen Glaubenden.
    • Der Dienst der Zukunft lebt von den vielen, die sich sozial einsetzen.
    • Die Verkündigung der Zukunft lebt von allen Glaubenden, die verkündigen wollen.
    • Die Zukunft der Kirche besteht also darin, dass wir als ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierte gemeinsam und solidarisch für die Menschen da sind und so unser kirchliches Leben weiterentwickeln.

    Im Pastoralen Raum soll dies in einer guten Zusammenarbeit aller Pfarreien sichergestellt werden, damit alle “Orte von Kirche” die lebendig sind, Unterstützung erfahren und Seelsorge insgesamt gemeinsam weiterentwickelt wird.

  • Warum mit Simmern?

    Eine neu fusionierte Pfarrei Rheinböllen wäre eine der kleinsten Pfarreien des Bistums. Im Hinblick auch auf den Rückgang der Priesterzahlen könnte es schon in naher Zukunft Schwierigkeiten geben im Hinblick auf die personelle Besetzung und dadurch Dauervakanzen entstehen könnten. Wir bemerkten aber auch schon jetzt, dass wir  Schwierigkeiten haben um unsere Räte  ehrenamtlich zu besetzen.

  • Wann sollte die Fusion erfolgen?

    Einige Pfarreiengemeinschaften in unserem Bistum werden bereits zum 01. Januar 2022 fusionieren. Wir haben aber davon abgesehen, weil auch bedingt durch die Corona-Pandemie, viele dazu notwendigen Beratungen nicht durchgeführt werden konnten.

    So können wir noch an drei Stichtagen fusionieren. Jede Option hat ihre Vor- aber auch Nachteile. Eine letztendliche Entscheidung hierzu hat noch nicht stattgefunden. 

     Fusion zum 01.01.2023

    Pro

    • Wir haben unsere Strukturaufgaben zügig erledigt und arbeiten gemeinsam an Zukunftsmodellen. 
    • Sind wir nicht schon eine Pfarrei? Nehmen die Menschen noch wirklich die alten Strukturen war
    • in der Pfarrei Schnorbach gibt es keinen zuständiges Gremium mehr. Die Überbrückungszeit bis dahin wäre nicht so lange und man könnte schnell versuchen mit neuen Kräften was zukunftsfähiges aufzubauen
    • durch Umstrukturierungen auf der Verwaltungsratsebene könnten neue Aufgaben z.B. im Fundraising zügig angegangen werden und damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer Kirchen und zur Finanzierung unserer pastoralen Arbeit geleistet werden.

    Contra

    • Wir begeben uns in strukturelles Neuland.
    •  Abschied von vertrauten Wegen und Zuständigkeiten.
    • Der Start könnte etwas holprig verlaufen, da vieles noch unklar ist und erst noch geklärt werden muss
    • Verwaltungsratsmitglieder der Pfarreien Rheinböllen und Rayerschied wären verantwortlich für die Gebäude und Liegenschaften der Pfarrei Schnorbach. Ist das zu leisten oder könnte dadurch eine Überforderung entstehen!

    Fusion zum 01.01.2024

    Pro

    • Wir haben unsere Strukturaufgaben in der Mitte der Amtszeit der Räte erledigt. 

    Contra

    • Eine inhaltliche Entwicklung verzögert sich.

    Fusion zum 01.01.2025

    Pro

    • Es bleibt im vertrauten Modus.  Wir machen so lange wie möglich weiter wie bisher. 
    • Gerade im Verwaltungsbereich ist man lange Zeit souverän und kann leichter über sich selber bestimmen

    Contra 

    • Wir entwickeln keine Dynamik für neue pastorale Wege und gewinnbringende Zusammenarbeit. 
    • Spätestens 2025 wird dann fusioniert werden müssen. 
    • Kann schon jetzt zu gemeinsamen Entwicklungsschritten motiviert werden? 
    • Gibt es dafür genügend Kandidaten für die Besetzung unserer Räte oder verabschieden sich viele Ratsmitglieder  weil etwas neu neues entstanden ist?
    • Eine so lange Zeit ohne Gremium könnte insbesondere für die Orte der Pfarrei Schnorbach das faktische Aus bedeuten.
    • Im Herbst 2023 wird ein Teil unser Verwaltungsräte neu gewählt. Neu dazu gewählte Mitglieder wären nur eine kurze Zeit im Amt. Darüberhinaus hat sich der PGR Rayerschied für eine Direktwahl der Delegierten in den Pfarreienrat entschieden. Da es keinen Pfarrgemeinderat Rayerschied mehr gibt, müsste dann diese Verwaltungsrat in Urwahl erfolgen  (Lokal oder allgemeine Briefwahl), was sehr viel Aufwand bedeuten würde.

    Auch wenn es sehr ambitioniert ist streben wir eine Fusion zum 01.01.2023 an, gerade weil wir möglichst schnell die Zukunftsfragen angehen wollen. Sollten wir feststellen, dass wir länger brauchen, wäre auch der 01.01.2024 eine Option. Damit wir aber möglichst schnell die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft angehen wollen, sehen wir eine spätere Fusion sehr kritisch, gerade auch weil wir uns dann zu lange mit uns selbst beschäftigen würden.

  • Wie ist das mit dem Vermögen der einzelnen Pfarreien?

    Zu jeder Pfarrei gehört bekanntlich die entsprechende Kirchengemeinde als juristische Person und Vermögensträger. Wenn sich Pfarreien zusammenschließen, um eine neue Pfarrei zu gründen, werden parallel auch die entsprechenden Kirchengemeinden zu einer neuen Kirchengemeinde zusammengeschlossen. Vielfach wird dann nach dem Verbleib der Vermögenswerte der bisherigen Kirchengemeinden gefragt sowie nach Zuwendungen und Zweckbindungen, die damit verknüpft sind.

    Diese Fragen haben sich auch schon in den Jahren 2018 und 2019 im Zugehen auf die „Pfarreien der Zukunft“ gestellt. Es wurde damals für das inzwischen aufgehobene Umsetzungsgesetz eine Regelung erarbeitet, nach der auch bei den anstehenden Zusammenschlüssen verfahren werden soll: Das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der Kirchengemeinde geht mit allen Rechten und Pflichten von den bisherigen Kirchengemeinden auf die neuen Kirchengemeinden über und wird vom Verwaltungsrat der neuen Kirchengemeinde verwaltet (Gesamtrechtsnachfolge).

    Dabei bleiben die kirchenrechtlich begründeten Zweckbindungen der auf die neue Kirchengemeinde übertragenen Vermögensarten unverändert:

    • Fabrikvermögen dient zur Erhaltung und Ausstattung der Kirchen, zur Feier von Gottesdiensten sowie zur Erfüllung der Aufgaben der Pfarrei und Kirchengemeinde. Nach der Übertragung bleibt ein Fabrikvermögen weiterhin an das Territorium der bisherigen Pfarrei gebunden. Allgemeine Rücklagen gehören zum Fabrikvermögen.
    • Stellenvermögen war für den Unterhalt des Pfarrers bestimmt. Diese Zweckbindung besteht weiter, auch wenn Pfarrer heute aus Kirchensteuermitteln vom Bistum bezahlt werden. Die Stellenvermögen müssen erhalten werden.
    • Stiftungsvermögen sind unverändert ihrem Stiftungszweck verpflichtet.

    Das Kirchenrecht verlangt auch, Zweckbindungen von Spendern jederzeit uneingeschränkt zu beachten. Sie haben also bei Fusionen unverändert Bestand.

    Das Rechnungswesen der neuen Kirchengemeinden wird so ausgestaltet sein, dass diese Vermögen der bisherigen Kirchengemeinden und ihre weitere Entwicklung transparent abgebildet und vom sonstigen Vermögen unterschieden werden können. Damit wird sichergestellt, dass keiner der bisherigen Kirchengemeinden etwas von ihrem Recht verloren geht.

  • Sind Ehrenamtliche nicht überfordert, wenn eine größere Pfarreien entsteht?

    Pastorales Engagement

    Zunehmend fällt es schwerer, alle Gremien der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände zu besetzen. Flexiblere Formen des Engagements werden gewünscht: Wenn sich Christinnen und Christen nach einer Fusion im Bereich ihrer ehemalige Pfarrei oder auch in einem Ort engagieren möchten, soll das durch die Bildung von lokalen Teams ermöglicht und unterstützt werden.

    In lokalen Teams kann vielfältiges Engagement verlässlich koordiniert werden, und Charismen für die christliche Gemeinschaft können sich im eigenen Lebensraum entfalten. Solche Teams sind schon heute in bereits zusammengeschlossenen Pfarreien aktiv und unter dem Namen “Gemeindeteams” bekannt. Sie arbeiten in Abstimmung mit den Gremien und den Gläubigen und werden für das zukünftige christliche und kirchliche Leben im Sozialraum sehr wichtig sein.

    Lokale Aufgaben im Bereich der Vermögensverwaltung

    Auch für Aufgaben in der Vermögensverwaltung kann es solche lokalen Teams geben. Aktuell sorgen die Verwaltungsräte nicht nur für die notwendigen Entscheidungen bezüglich der Vermögensverwaltung, sondern sie kümmern sich auch ganz praktisch um die Gebäude und Liegenschaften, von der Betreuung von Baumaßnahmen bis zum Schließdienst. Wenn zukünftig in den neuen Kirchengemeinden der Verwaltungsrat diese Aufgaben nicht mehr im Einzelnen wahrnehmen kann, ist es außerordentlich wichtig, dass es Verantwortliche vor Ort gibt. Im Rahmen der bestehenden Regeln und Möglichkeiten (z.B. Gattungsvollmacht) kann der Verwaltungsrat der neu fusionierten Kirchengemeinde ein Mandat an bestimmte Personen für diese Aufgaben übertragen und ein Budget festsetzen. So kann ein lokales Team in einem guten Gleichgewicht von Eigenständigkeit und Rückbindung etwa für Unterhalt, Pflege und Nutzung eines Gebäudes Sorge tragen.

  • Warum bekommt die fusionierte Pfarrei ein neues Patrozinium?

    Die bestehenden Kirchen behalten natürlich ihren Namen. Um aber mehr zu verdeutlichen, dass etwas Neues entsteht und auch dass andere Kirchen jetzt nicht nur einfach Filialen sind, bekommt die fusionierte Pfarrei zusätzlich einen neuen Pfarrpatron bzw. Pfarrpatronin.

    Sie haben da einen Vorschlag! Dann melden Sie sich bei uns! Wir nehmen ihre Anregung gerne entgegen.

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