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Vorschläge Patrozinium der neuen Pfarrei

Hier finden Sie die Vorschläge für das Patrozinium.

Beim Wahlgottesdienst haben wir uns für die Heilige Lydia entschieden.  

Lesen Sie die Pladoyers für die jeweiligen Heiligen!

  • Lydia von Philippi
  • Klara & Franz von Assisi
  • Priska & Aquila
  • Jesus, der gute Hirt
  • Weitere Vorschläge

Lydia, die erste Christin Europas!

Könnte sie die Patronin unserer neuen Pfarrei sein?

Wer war Lydia? Lydia war eine tatkräftige, großherzige Christin. Als Sklavin schaffte sie es sich freizukaufen. Mit Gottesfurcht, Mut und Unternehmergeist wurde sie:

  • eine erfolgreiche Purpurhändlerin,
  • Herrin eines eigenen Hauses,
  • Vorsteherin der ersten christlichen Gemeinschaft in Europa.

Auf seiner zweiten Missionsreise reiste Paulus nach Mazedonien. Sein erstes Ziel war Philippi. Am Sabbattag ging Paulus vor die Stadt an den Fluss, wo er mit den Frauen redete und predigte. Und Gott öffnete Lydias Herz.  So kamen Lydia und Paulus ins Gespräch. Sie erlebten, wie ein neuer Geist einzog, Gottes Geist. Lydia ließ sich – zusammen mit allen anderen aus ihrem Haus – taufen.

In ihrem Haus fanden die ersten Versammlungen der Gemeinde in Philippi statt. Auch Reisende oder Schutzsuchende waren immer willkommen. So wurde sie zur ersten Vorsteherin einer christlichen Gemeinde auf europäischem Boden. Durch ihr Mitwirken wuchs eine christliche, lebendige Gemeinschaft, die mutig und frei für ihren Glauben eintrat.

Als Markus Koch und ich uns mit Lydia beschäftigten, waren wir beeindruckt von ihrem Leben und Wirken. Gleichzeitig kamen wir auf die Idee, dass sie ein Vorbild und wunderbare Patronin für unsere neue Pfarrgemeinde sein könnte.

  • Durch ihr Wirken steht sie für die Verkündigung der frohen Botschaft und die Entstehung einer neuen christlichen Gemeinschaft.
  • Ihr Haus ist eine Herberge für alle, die Gemeinschaft oder Schutz suchen / brauchen.
  • Sie steht für Mut und Innovation neue Wege zu gehen.
  • Sie steht für erfolgreiches und selbstständiges Handeln als emanzipierte Frau.
  • Offenheit für Religion war ihr ein Anliegen. Auch in der evangelischen Kirche gilt sie als wichtige Glaubenszeugin. Eine Frau für die Ökumene.

Der Gedenktag der hl. Lydia ist der 3. August.

Bettina Klöckner - Markus Koch

Mehr zur Heiligen Lydia von Philippi finden Sie hier im ökumenischen Heiligenlexikon

Klara & Franz von Assisi

Klara und Franz von Assisi sind herausragende Heilige, die sich bis heute über die Grenzen der Konfessionen und Religionen einer ungeteilten Beliebtheit erfreuen. In der konsequenten Christusnachfolge und ihrer Hinwendung zu den Armen, eröffneten sie neue Wege, das Evangelium konkret zu leben

Franz von Assisi - auch Franziskus genannt - steht für eine sehr intensive Gottesbeziehung, die von einem „heruntergekommenen Gott“ ausgeht, einem Gott, der sich in seinem Sohn Jesus klein macht und als Kind zu den Menschen herabkommt. Und so hat Franziskus als Erster das Weihnachtsevangelium in einer lebendigen Krippe verdeutlicht.

Besonders bekannt ist Franziskus auch für seine Liebe zur Schöpfung, von der sein „Sonnengesang“ bezeugt. Er ist Patron des Umweltschutzes.

Klara führt ihren eigenen Orden und ist kein Anhängsel von Franziskus und seinen Mitbrüdern, sondern eine Frau voller Gottvertrauen, die mutig ihren Weg der Nachfolge Jesu geht. Für ihre Ideale und ihren Orden scheut sie selbst Konflikte mit Papst und Bischof nicht. Sie wird letztlich die erste Frau, die vom Papst eine Ordensregel bestätigt bekommt.

Ihren Schwestern gegenüber ist Klara aber stets demütig, verständnisvoll, hilfsbereit und freundlich.

Die beiden Heiligen könnten uns Vorbild für die zukünftige Ausrichtung unserer Pfarrei Simmern-Rheinböllen sein:

  • In ihrer Hinwendung zu den Armen, Kranken und den Randgruppen der Gesellschaft
  • In der Liebe zu Jesus Christus und dem Evangelium
  • In ihrer Liebe zur Schöpfung und deren Bewahrung
  • In ihrem Bemühen um Frieden

Pax et bonum

Thomas Schneider, Pfarrer                  Myriam Hensel

Mehr zu den Heiligen Klara und Franz

Ein Ehepaar als Patron für unsere neue Pfarrei?

Liebe Angehörige der Pfarreiengemeinschaften Simmern und Rheinböllen,

zum 1. Januar 2023 werden sich unsere beiden Pfarreiengemeinschaften zur neuen Pfarrei Simmern-Rheinböllen zusammenschließen. Als ich in den letzten Monaten darüber nachdachte, welcher oder welche Heilige für das Patronat unserer neuen Pfarrei in Frage kommen könnte, stieß ich in der Bibel auf ein besonderes Ehepaar – Priska und Aquila.

Priska und Aquila werden in der Apostelgeschichte und in mehreren Paulusbriefen genannt: In Korinth trifft der Apostel Paulus das Ehepaar, das sich bereits dem Christentum angeschlossen hatte, und bleibt bei ihnen. Das Haus des Ehepaares ist ein wichtiger Treffpunkt für die junge Gemeinde, denn es gibt zur damaligen Zeit noch keine öffentlichen christlichen Versammlungsorte. Ihr Haus ist eine Kernzelle des christlichen Glaubens und für den Apostel Paulus der ideale Ort, um seine Mission voranzutreiben. Nach etwa eineinhalb Jahren reist Paulus mit Priska und Aquila nach Ephesus, wo das Ehepaar wieder eine christliche Hausgemeinde gründet. Zu einem späteren Zeitpunkt siedelt Priska und Aquila nach Rom um und unterstützt dort wieder den Apostel Paulus bei seinen Bemühungen, den christlichen Glauben zu verbreiten.

Interessant ist, dass in den biblischen Erzählungen Priska oftmals vor ihrem Ehemann erwähnt wird. Das spricht für ihre besondere Rolle in der urchristlichen Mission. Von Beruf waren Priska und Aquila Zeltmacher – ebenso wie Paulus. Handwerklich begabt stellten die beiden Zelte, vor allem aber Sonnensegel her. Diese wurden besonders auf Märkten benötigt, um sich vor der heißen Sonne zu schützen.

Für mich wären Priska und Aquila wunderbare Patrone. Als Ehepaar könnten sie uns Vorbilder sein, denn für unsere neue Pfarrei wird es wichtig werden, dass an vielen Orten „Hausgemeinden“ entstehen – „Orte von Kirche“, die christliches Engagement und Gemeinschaft ermöglichen. Im Glauben sind Priska und Aquila gemeinsam unterwegs, als Mann und Frau stehen sie für den Neuanfang; für einen Aufbruch in einer „neu gegründeten christliche Gemeinde“ – so wie in Korinth und in Ephesus

Mit Priska und Aquila als Patrone könnten wir uns als Pfarrei Simmern-Rheinböllen unter den Schutz und Schirm (= Sonnensegel) dieses besonderen Ehepaares stellen und uns ihnen anvertrauen.

Der Gedenktag der Heiligen Priska und Aquila ist der 8. Juli.

Mehr zu Priska und Aquila:Priska und Aquila (praedica.de)

Diakon Harald Braun

Der Gute Hirte

In einer Gleichnis-Rede des Johannesevangeliums (Kap. 10) sagt Jesus von sich selbst: Ich bin  DER GUTE HIRTE

  • Der GUTE HIRTE … kümmert sich um seine Schafe, er ist ihnen nahe, er geht ihnen nach, um ihnen zur Seite zu stehen, ihnen immer wieder zu helfen, Boden unter den Füßen zu bekommen.
  • Der GUTE HIRTE …geht seinen Schafen auch voraus und ruft sie beim Namen, sie kennen seine Stimme, und hören auf seine Stimme und folgen ihm nach.
  • Der GUTE HIRTE … interessiert sich für sie und er liebt seine Schafe, weil er all die Geschichten von ihnen kennt. Er setzt sein Leben ein für seine Schafe.
  • Der GUTE HIRTE … sucht auch immer wieder jene, die verloren gegangen sind, und freut sich, wenn er auch nur ein einziges wiedergefunden hat.
  • Er sorgt für eine Wiese, eine Weide, ja, aber dann ist für ihn das Wichtigste die Beziehungsarbeit zu jedem einzelnen Schaf, das ihm anvertraut ist.
  • Der GUTE HIRTE … achtet auf seine Herde und sorgt für das Zusammenbleiben.
  • Der GUTE HIRTE … lehrt die Menschen, in Glaube, Hoffnung und Liebe zu leben. Er zeigt durch seine Ruhe mit dem Führen seiner Herde, wie friedlich eine Gemeinschaft leben kann. Diesen Frieden müssen wir weiter erhalten und in unsere Gemeinschaft tragen.

Es war die Begabung von Jesus, durch Gleichnisse den Menschen den Sinn seines Kommens und die Kraft seines Vaters näher zu bringen. Er sprach mit den Worten, die den Menschen vertraut waren, sie setzten sich zu ihm und hörten ihm zu. Dieser Erkenntnis bedarf es in der heutigen Zeit, damit eine Glaubensgemeinschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft rückt und wirklich verstanden wird.

Es wird eine Herde und ein Hirte sein: Der GUTE HIRTE steht auch für die Zukunft in der Ökumene.

Für das Zusammenwachsen und Zusammengehören möchten wir gute Hirten und gute Hirtinnen sein von Jesus Christus – dem GUTEN HIRTEN getragen.        

Das Patrozinium würde am 3. Sonntag nach Ostern gefeiert                                                 

Anita Breuer

weitere Vorschläge

  • Guten Morgen liebe Pfarrei Simmern-Rheinböllen, ich würde mich gerne an der Diskussion zum Patrozinium der neuen Pfarrei beteiligen. Beide bisherigen Pfarreien war über Jahrzehnte geprägt durch die Schwester der Ordensgemeinschaft der 'Armen Dienstmägde Jesus Christi (Dernbacher Schwestern)' Aus diesem Grunde schlage ich Maria Katharina Kasper als Patronin vor. Sie hat nach meinem Wissen auch die Schwestern in Simmern mehrfach besucht. Sie und ihr Werk ist also eine Klammer für Eure neue Pfarrei. Gruß Heribert Schmitz (Diakon PG Kastellaun)
     
  • Edith Stein   von Kerstin Sonnet-Reischl, Rheinböllen
     
  • Mein Vorschlag wäre " Emmaus-Gemeinde" steht für mich als Neuanfang, Aufbruch, doch tiefen Glauben und Begegnung und Vielfalt.                    Doris Wagner, Kisselbach 
     
  • Nun kommt von uns vieren in Rheinböllen ein zusätzliches Votum: der hl. P. Maximilian Kolbe oder die hl. Schwester Benedicta Edith Stein. Zwar waren auch sie Ordensleute, aber hauptsächlich diese und etliche Priester und Pastoren waren die herausragenden Vertreter der Christen in Deutschland, die gegen das teuflische Nazisystem alles, nämlich ihr Leben für Christus und die Kirche geopfert haben. Diese beiden Heiligen stehen uns zeitlich näher, wir können viel über ihr Leben erfahren, wenn wir es wollen, sie wären sicher große Fürsprecher bei Gott, und wir würden häufig an die große Auseinandersetzung auch in unserer Zeit zwischen Christus und seinem Reich und den raffinierten, aber brutalen Mächten des Bösen erinnert, die wir täglich in den Nachrichten beobachten können (Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Materialismus, Egoismus usw.) 

    Wir bitten, auch unseren Vorschlag zu prüfen und in der Entscheidung zu berücksichtigen.
         ​​​​​​Arno Kress, Hans Steffen, Edith Odenbreit, Joachim Karge.  
          (Wohngruppe Betreutes Wohnen im Puricelli-Stift Rheinböllen)  
  • Ich habe mich ausführlich damit beschäftigt und festgestellt, daß in einem Großteil der jetzigen Pfarreien nur Heilige Männer die Patronen sind. Bei den von mir im Internet angeklickten Pfarreien in unserem Bereich sind ca. 3 hl. Frauen dabei, alles andere sind Männer. Darum sollten wir für unsere große Gesamtpfarrei von 40 Gemeinden unter den Schutzmantel von Maria stellen. Als Name schlage ich vor
  • „Schutzpatronin Maria“ Ihr Fest an Maria Himmelfahrt.

    Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus, lass uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorüber gehen. Patronin voller Güte, uns alles Zeit behüte.
    Das beigefügte Bild zeigt, wie Maria Ihren Mantel über uns ausbreitet, und wir können uns vorstellen, daß alle 40 Pfarreien darunter Platz haben. Und derzeit sind in unserer Kath. Kirche wahrlich viele Stüme am Himmel und wir brauchen ihren Schutz und Schild damit sie uns behüte, bis hoffentlich irgendwann die Stürm vorübergehn.
    uch ist es nicht leicht alle 40 unter einen Mantel zu bekommen und daß wir uns damit Identifizieren in Zukunft  eine Pfarrei zu sein.Bei einem Gesamtpatron und Patronin müssen wir uns Identifizieren und einen Bezug dazu haben. Bei den vorgeschlagenen Klara und Franz, Priska und Aqilla, Lydia von Philippi ist dies schwierig.  Jesus, dem guten Hirten, den kennen wir, aber wir sollten den Schutz unserer Gesamtpfarrei seiner Mutter überlassen. (Hinweis: Das Bild wurde Pastor Lutz Schulz gebracht) 

                                                                   Romana Weitmann (Riesweiler)

  • Auch ich habe mir viele Gedanken zum Namen des Patronat Simmern-Rheinböllen gemacht. Doch ich komme von Maria nicht los.

                                                                                     Maria, Königin des Friedens!

    Unter Maria bedeutet immer Schutz. Sowohl für den inneren Frieden im Herzen, innerhalb unserer neuen Pfarrei und den Weltfrieden.
                                                                                       Gertrud Weiland, Biebern
     
  • Eine Idee wäre auch Personen aus der zeitlich nahen Vergangenheit zu wählen. Sie müssten ja nicht aus der Gründerzeit der Kirche stammen. Gibt doch bestimmt welche, die in der Neuzeit gutes bewirkt haben. Leider kenne ich keinen. Spontan fällt mir nur Mutter Teresaein.

                                                                                      Gabi Allard,  Kümbdchen

Bildung von lokalen Teams

Zur Zeit sind wir dabei in den einzelnen Orten, da wo es möglich ist, lokale Teams zu bilden. In Rayerschied und Schnorbach hat sich schon ein Team gebildet, in Rheinböllen wird der gewählte Pfarrgemeinderat ein solches Team auch nach der Fusion bilden. In Liebshausen wird es dazu ein Treffen am 26. September in der Kirche in Liebshausen. Auch in den anderen Orten sind solche Teams in Planung.

Die Lokalen Teams sollen neben den Fraktionen im Pfarreienrat das Leben in der Pfarrei vor Ort gestalten. Sie sind an keine vorgegebene Ordnung und an keine Amtszeit gebunden. Die Mitglieder können frei entscheiden, an welchen Projekten, wann und wie lange sie arbeiten wollen. Lokale Teams können sich auch ganz niedrigschwellig bilden für einzelne, ganz konkrete Aufgaben.

Wir freuen uns, wenn wir an jedem Ort auch starke Lokale Teams bilden können! Bei Interesse können Sie sich gerne beim Seelsorgeteam oder bei den Räten melden.

Was sind lokale Teams bzw. Verwaltungsteams?

  • Lokale Teams
  • Verwaltungsteams

Zunehmend fällt es schwerer, alle Gremien der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände zu besetzen. Flexiblere Formen des Engagements werden gewünscht: Wenn sich Christinnen und Christen an ihrem Ort engagieren möchten, soll das durch die Bildung von lokalen Teams ermöglicht und unterstützt werden. Dies wird vor allem auch in den Orten Rayerschied und Kisselbach angestrebt, die ja keinen gemeinsamen Pfarrgemeinderat mehr wählen, sondern Delegierte für den Pfarreienrat. Aber auch in den anderen Dörfern z.B. in der Pfarrei Schnorbach oder in Liebshausen könnten solche lokalen Teams entstehen.

In lokalen Teams kann vielfältiges Engagement verlässlich koordiniert werden, und Charismen für die christliche Gemeinschaft können sich im eigenen Lebensraum entfalten. Solche Teams sind schon heute in bereits zusammengeschlossenen Pfarreien aktiv und unter dem Namen “Gemeindeteams” bekannt. Sie arbeiten in Abstimmung mit den Gremien und den Gläubigen und werden für das zukünftige christliche und kirchliche Leben im Sozialraum sehr wichtig sein.

In diesen Teams können sich Ehrenamtliche über einen längeren Zeitraum engagieren, aber auch die Mitwirkung in einzelnen Projekten vor Ort ist möglich.

Auch für Aufgaben in der Vermögensverwaltung kann es solche lokalen Teams geben. Aktuell sorgen die Verwaltungsräte nicht nur für die notwendigen Entscheidungen bezüglich der Vermögensverwaltung, sondern sie kümmern sich auch ganz praktisch um die Gebäude und Liegenschaften, von der Betreuung von Baumaßnahmen bis zum Schließdienst. Wenn zukünftig in den neuen Kirchengemeinden der Verwaltungsrat diese Aufgaben nicht mehr im Einzelnen wahrnehmen kann, ist es außerordentlich wichtig, dass es Verantwortliche vor Ort gibt. Im Rahmen der bestehenden Regeln und Möglichkeiten (z.B. Gattungsvollmacht) kann der Verwaltungsrat der neu fusionierten Kirchengemeinde ein Mandat an bestimmte Personen für diese Aufgaben übertragen und ein Budget festsetzen. So kann ein lokales Team in einem guten Gleichgewicht von Eigenständigkeit und Rückbindung etwa für Unterhalt, Pflege und Nutzung eines Gebäudes Sorge tragen.

Sie haben jetzt schon Interesse an der Betreuung einer unserer Kirchen mitzuwirken und die Verwaltungsräte bei ihrer wichtigen Aufgabe zu unterstützen, damit unsere Kirchen vor Ort Zukunft haben, dann melden Sie sich beim Selsorgeteam oder bei den entsprechenden Ansprechpersonen in den Räten.

Gemeindeversammlungen

Präsentation Fusion

Hier finden Sie die Präsentation zur beabsichtigten Pfarreifusion nochmals zum nachlesen

  • Vorwort

    Die Pfarreien im Bistum Trier sollen bis Ende 2025 auf Ebene der jetzigen Pfarreiengemeinschaften (oder darüber hinaus) fusionieren. Gleichzeitig sollen auch die Kirchengemeinden fusionieren. Darüber hinaus soll statt des bisherigen Dekanats ein Pastoraler Raum mit erweiterten Befugnissen gegründet werden, der auch die Funktion des künftigen Kirchengemeindeverbands erfüllen soll.

    In einer gemeinsamen Sitzung der beiden Pfarreienräte wurde fast einstimmig beschlossen, dass zum 01. Januar die bestehenden Pfarreien der beiden Pfarreiengemeinschaften Simmern und Rheinböllen zu einer gemeinsamen Pfarrei Simmern-Rheinböllen fusionieren sollen. Zur Zeit geben noch die bestehenden Pfarr- und Verwaltungsräte ihr Votum dazu ab. 

  • Warum sollen wir fusionieren?

    Wir alle wissen, dass sich die Volkskirche als vornehmlich priesterliche und hauptamtlich versorgte und geführte Kirche auflöst. So können viele Pfarreien gar nicht mehr mit einem Priester besetzt werden und auch in den anderen Berufsgruppen wie Pastoral- oder Gemeindereferenten sieht es nicht besser aus.

    Auch die finanzielle Mittel sind rückläufig und eine kleinteilige Verwaltungs- und Gremienstruktur, mit Verwaltungsräten und Pfarrgemeinderäten in jeder einzelnen Pfarrei ist vielerorts kaum noch zu besetzten und zu bewältigen. Viele Ehrenamtliche reiben sich an dem Anspruch auf, möglichst auf allen Ebenen Angebote zu setzen und allen alles sein zu müssen.

    Wie kann die Zukunft also aussehen?

    Nicht mehr Strukturen und Gremien geben an allen Orten die Richtung vor sondern die konkreten Frauen und Männer, die ihre Themen und ihr Engagement einbringen, für den Ort und die Gemeinde.

    • Der Glaube der Zukunft lebt von den vielen Glaubenden.
    • Der Dienst der Zukunft lebt von den vielen, die sich sozial einsetzen.
    • Die Verkündigung der Zukunft lebt von allen Glaubenden, die verkündigen wollen.
    • Die Zukunft der Kirche besteht also darin, dass wir als ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierte gemeinsam und solidarisch für die Menschen da sind und so unser kirchliches Leben weiterentwickeln.

    Im Pastoralen Raum soll dies in einer guten Zusammenarbeit aller Pfarreien sichergestellt werden, damit alle “Orte von Kirche” die lebendig sind, Unterstützung erfahren und Seelsorge insgesamt gemeinsam weiterentwickelt wird.

  • Derzeitiger Zeitplan bezüglich Fusion mit PGM Simmern

    Inzwischen befinden wir uns in intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen der Pfarreiengemeinschaft Simmern. Für die nächsten Monate haben wir uns einen Fahrplan überlegt, den wir laufend aktualisieren werden. 

    • Donnerstag, 18.11.2021  Treffen der Verbandsvertretungen der Kirchengemeindeverbände aus Simmern und Rheinböllen
    • bis Ende Januar 2022 sollen die konstituerenden Sitzungen der Räte abgeschlossen sein
    • 15.02.2022 Zweite gemeinsame Sitzung der Verbandsvertretungen aus Simmern und Rheinböllen
    • Wochenende 05.03.2022/06.03.2022 gemeinsames Studienwochenende der Räte aus der Pfarreiengemeinschaft Simmern und Rheinböllen, hierbei wird das Thema FUSION nochmals vertieft werden. 
    • im, März, April sollen die Gläubigen vor Ort in Gemeindeversammlungen informiert werden.
    • spätestens 16.05.2022 Antrag auf Eröffnung des Anhörungsverfahrens durch die Pfarrer beim Bistum (erfolgt im April 2022)
    • bei der Eröffnung des Anhörungsverfahrens durch den Bischof sind die Räte zu hören, die dann auch die Beschlüsse fassen werden. Diese wird aller Voraussicht bis zum 26.07.2022 abgeschlossen sein. 
    • am 02 Juni 2022 haben sich die Räte zu einem Besinnungstag getroffen um über die zukünftige Ausrichtung der fusionierten Pfarrei zu sprechen. Auch wurde über das zukünftige Patrozinium gesprochen, eine Entscheidung hierzu ist noch nicht getroffen, alle Gemeindemitglieder werden über das Procedere zur Suche noch informiert. 
    • Am 06.07.2022 treffen sich die Pfarreienräte der beiden Pfarreiengemeinschaften zu einer gemeinsamen Sitzung in Biebern um über die Fusion abzustimmen. 
    • am Mittwoch, 31. August treffen sich die beiden Pfarreienräte um festzulegen unter welchen Patrozinium die fusionierte Pfarrei firmieren soll. (Der Wahlgottesdienst bestimmte die Heilige Lydia von Philippi als Pfarrpatronin der künftigen Pfarrei Simmern-Rheinböllen
    • 15.09.2022 positve Stellungnahme des Priesterrates zur beabsichtigten Fusion und des Bischofs. Wir warten jetzt auf das Dekret über die Errichtung der Pfarrei Simmern-Rheinböllen St. Lydia
    • 29.09.2022 Sitzung der beiden Pfarreienräte zur Erstellung eines gemeinsamen Gottesdienstkonzeptes
    • ab Mitte November soll der erste gemeinsame Pfarrbrief erscheinen
    • 01.01.2023 Errichtung der Pfarrei Simmern-Rheinböllen St. Lydia
    • 15.01.2023 Gründungsfest der neuen Pfarrei mit einem Festhochamt in der Josefskirche und anschließender Begegnung in der Familienbildungsstätte Simmern

    Wir können sicherlich bis Ende 2022 nicht alles regeln.  Es wird eine Zeit des Überganges geben. Wir wollen aber insbesondere uns  auf die Herausforderungen der Zukunft stellen, damit auch weiterhin Kirche an vielen Orten lebendig bleibt. 

     

  • Wie ist das mit dem Vermögen der einzelnen Pfarreien?

    Zu jeder Pfarrei gehört bekanntlich die entsprechende Kirchengemeinde als juristische Person und Vermögensträger. Wenn sich Pfarreien zusammenschließen, um eine neue Pfarrei zu gründen, werden parallel auch die entsprechenden Kirchengemeinden zu einer neuen Kirchengemeinde zusammengeschlossen. Vielfach wird dann nach dem Verbleib der Vermögenswerte der bisherigen Kirchengemeinden gefragt sowie nach Zuwendungen und Zweckbindungen, die damit verknüpft sind.

    Diese Fragen haben sich auch schon in den Jahren 2018 und 2019 im Zugehen auf die „Pfarreien der Zukunft“ gestellt. Es wurde damals für das inzwischen aufgehobene Umsetzungsgesetz eine Regelung erarbeitet, nach der auch bei den anstehenden Zusammenschlüssen verfahren werden soll: Das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der Kirchengemeinde geht mit allen Rechten und Pflichten von den bisherigen Kirchengemeinden auf die neuen Kirchengemeinden über und wird vom Verwaltungsrat der neuen Kirchengemeinde verwaltet (Gesamtrechtsnachfolge).

    Dabei bleiben die kirchenrechtlich begründeten Zweckbindungen der auf die neue Kirchengemeinde übertragenen Vermögensarten unverändert:

    • Fabrikvermögen dient zur Erhaltung und Ausstattung der Kirchen, zur Feier von Gottesdiensten sowie zur Erfüllung der Aufgaben der Pfarrei und Kirchengemeinde. Nach der Übertragung bleibt ein Fabrikvermögen weiterhin an das Territorium der bisherigen Pfarrei gebunden. Allgemeine Rücklagen gehören zum Fabrikvermögen.
    • Stellenvermögen war für den Unterhalt des Pfarrers bestimmt. Diese Zweckbindung besteht weiter, auch wenn Pfarrer heute aus Kirchensteuermitteln vom Bistum bezahlt werden. Die Stellenvermögen müssen erhalten werden.
    • Stiftungsvermögen sind unverändert ihrem Stiftungszweck verpflichtet.

    Das Kirchenrecht verlangt auch, Zweckbindungen von Spendern jederzeit uneingeschränkt zu beachten. Sie haben also bei Fusionen unverändert Bestand.

    Das Rechnungswesen der neuen Kirchengemeinden wird so ausgestaltet sein, dass diese Vermögen der bisherigen Kirchengemeinden und ihre weitere Entwicklung transparent abgebildet und vom sonstigen Vermögen unterschieden werden können. Damit wird sichergestellt, dass keiner der bisherigen Kirchengemeinden etwas von ihrem Recht verloren geht.

  • Sind Ehrenamtliche nicht überfordert, wenn eine größere Pfarreien entsteht?

    Pastorales Engagement

    Zunehmend fällt es schwerer, alle Gremien der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände zu besetzen. Flexiblere Formen des Engagements werden gewünscht: Wenn sich Christinnen und Christen nach einer Fusion im Bereich ihrer ehemalige Pfarrei oder auch in einem Ort engagieren möchten, soll das durch die Bildung von lokalen Teams ermöglicht und unterstützt werden.

    In lokalen Teams kann vielfältiges Engagement verlässlich koordiniert werden, und Charismen für die christliche Gemeinschaft können sich im eigenen Lebensraum entfalten. Solche Teams sind schon heute in bereits zusammengeschlossenen Pfarreien aktiv und unter dem Namen “Gemeindeteams” bekannt. Sie arbeiten in Abstimmung mit den Gremien und den Gläubigen und werden für das zukünftige christliche und kirchliche Leben im Sozialraum sehr wichtig sein.

    Lokale Aufgaben im Bereich der Vermögensverwaltung

    Auch für Aufgaben in der Vermögensverwaltung kann es solche lokalen Teams geben. Aktuell sorgen die Verwaltungsräte nicht nur für die notwendigen Entscheidungen bezüglich der Vermögensverwaltung, sondern sie kümmern sich auch ganz praktisch um die Gebäude und Liegenschaften, von der Betreuung von Baumaßnahmen bis zum Schließdienst. Wenn zukünftig in den neuen Kirchengemeinden der Verwaltungsrat diese Aufgaben nicht mehr im Einzelnen wahrnehmen kann, ist es außerordentlich wichtig, dass es Verantwortliche vor Ort gibt. Im Rahmen der bestehenden Regeln und Möglichkeiten (z.B. Gattungsvollmacht) kann der Verwaltungsrat der neu fusionierten Kirchengemeinde ein Mandat an bestimmte Personen für diese Aufgaben übertragen und ein Budget festsetzen. So kann ein lokales Team in einem guten Gleichgewicht von Eigenständigkeit und Rückbindung etwa für Unterhalt, Pflege und Nutzung eines Gebäudes Sorge tragen.

  • Warum bekommt die fusionierte Pfarrei ein neues Patrozinium?

    Die bestehenden Kirchen behalten natürlich ihren Namen. Um aber mehr zu verdeutlichen, dass etwas Neues entsteht und auch dass andere Kirchen jetzt nicht nur einfach Filialen sind, bekommt die fusionierte Pfarrei zusätzlich einen neuen Pfarrpatron bzw. Pfarrpatronin.

    In einem Wahlgottesdienst am 31.08.2022 in der Pfarrkirche in Rayerschied haben die beiden Pfarreienräte die Heilige Lydia von Philippi als Pfarrpatronin der fusionierten Pfarrei Simmern-Rheinböllen gewählt.

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